Gesammeltes
Aus dem Archiv
Ein Bahnhof, der verschwand. Ein Schild, das blieb. Und die Schrift darauf, die bis heute unser Vereinszeichen prägt: ein paar Stücke aus über fünfzig Jahren Schwanheimer Bahngeschichte. Am Schluss noch ein Bild von unterwegs – fotografiert wird bei uns bis heute.
Ortsgeschichte
Zwei Bahnhöfe
Nur noch wenige Menschen kennen beide Schwanheimer Bahnhöfe. Die Bahnstraße verband den Ort mit der einsam im Wald gelegenen Bundesbahnstation. In den 1970er Jahren hielt dort schon kein Zug mehr, und das Gebäude wurde abgerissen. Die Endstation der Waldbahn und späteren städtischen Straßenbahn hat die Zeiten dagegen fast unverändert überdauert. Am 26. Mai 1978 verabschiedeten Mitglieder der Schienenverkehrsfreunde dort den letzten Zug der Linie 9. Heute endet an derselben Stelle die Linie 12; von dort sind es zu Fuß keine zehn Minuten bis zu unserem Vereinsraum in Alt Schwanheim.
Wo wir uns treffen
Der Vereinsraum
Unser Vereinsraum liegt im Hof des Kobelt-Hauses, zwischen dem Heimatmuseum und der Gaststätte „Seppche“. Die Aufnahme von 1980 zeigt den Eingang, geschmückt zur 1100-Jahr-Feier Schwanheims. Zu diesem Anlass veranstalteten wir eine Eisenbahnausstellung; ein Plakat warb für eine Sonderfahrt mit der letzten Diesellok V 36 in den Odenwald.
Gedrucktes
Das Vereinszeichen
Sie gilt immer noch als das Symbol der Eisenbahn schlechthin – die Dampflok. Unser Vereinszeichen ziert eine kleine, dreifach gekuppelte Nassdampf-Tenderlok. Obwohl schon um 1900 leistungsstärkere Rangierloks aufkamen, fand diese Bauform noch viele Jahrzehnte ihr Auskommen – bei Privatbahnen ebenso wie bei Industriebetrieben, auch in Frankfurt.
Die Frakturschrift stammt aus derselben Zeit. Wir haben sie dem Schwanheimer Stationsschild entlehnt, das im Hof unseres Vereinsraums hängt.
Und heute
Am Wappenbaum
Der Wappenbaum der Schwanheimer Vereine steht an der Ecke Schwanheimer Bahnstraße – die Straße trägt den Namen bis heute, der Bahnhof ist längst verschwunden. Unser Zeichen hängt dort links außen, und der Baum steht so nah an der Endstation, dass er sich in den Scheiben der Straßenbahn spiegelt. Und unser Schaukasten in der Schwarzbachstraße kommt seit jeher ganz ohne auffälliges Logo aus.
Natürlich hat auch bei uns die Moderne Einzug gehalten, bis hin zu den Schrifttypen. Schließlich ist es der Kontrast von Altem und Neuem, der die Beschäftigung mit der Eisenbahn spannend hält.
Vereinsgeschichte
Der Diaprojektor
Im Jahr 1998 ging der Diaprojektor des Vereins kaputt. Leere Kassen waren auch damals schon ein Thema. Also warb die Vereinszeitung – die „Mitglieder-Information“, kurz „MI“ – mit einem Cartoon bei den Mitgliedern um Spenden für ein Ersatzgerät.
Ein Diaprojektor gehört bis heute zur Grundausstattung unserer Vereinsabende, inzwischen ergänzt um Beamer und DVD-Player. Wer selbst etwas zeigen möchte, findet bei uns also alles vor.