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Dampflokomotive – Vereinszeichen der Schienenverkehrsfreunde Ffm.-Schwanheim
Schienenverkehrsfreunde Ffm.-Schwanheim e. V. SVS · seit 1972 · Schiene im Maßstab 1:1

Gesammeltes

Aus dem Archiv

Ein Bahnhof, der verschwand. Ein Schild, das blieb. Und die Schrift darauf, die bis heute unser Vereinszeichen prägt: ein paar Stücke aus über fünfzig Jahren Schwanheimer Bahngeschichte. Am Schluss noch ein Bild von unterwegs – fotografiert wird bei uns bis heute.

Zeichnung: Links die Frankfurter Altstadt mit Treppengiebeln und einem
                  Straßenbahnwagen der Linie 9, rechts die Bogenhallen des Hauptbahnhofs vor
                  der Hochhaus-Skyline, dazwischen laufen die Gleise zusammen.
Straßenbahn und Eisenbahn, Altstadt und Skyline: eine Zeichnung aus dem Vereinsarchiv. Der Wagen links trägt die Liniennummer 9. Archiv SVS

Ortsgeschichte

Zwei Bahnhöfe

Nur noch wenige Menschen kennen beide Schwanheimer Bahnhöfe. Die Bahnstraße verband den Ort mit der einsam im Wald gelegenen Bundesbahnstation. In den 1970er Jahren hielt dort schon kein Zug mehr, und das Gebäude wurde abgerissen. Die Endstation der Waldbahn und späteren städtischen Straßenbahn hat die Zeiten dagegen fast unverändert überdauert. Am 26. Mai 1978 verabschiedeten Mitglieder der Schienenverkehrsfreunde dort den letzten Zug der Linie 9. Heute endet an derselben Stelle die Linie 12; von dort sind es zu Fuß keine zehn Minuten bis zu unserem Vereinsraum in Alt Schwanheim.

Ein Personenzug mit der Elektrolokomotive 110 442-1 fährt am
                      Empfangsgebäude des Bahnhofs Schwanheim vorbei.
Züge fuhren noch vorbei, hielten aber nicht mehr: die Bundesbahnstation im Wald, kurz vor dem Abriss. Archiv SVS · 1970er Jahre
Ein Straßenbahnwagen der Linie 9 mit dem Zielschild „Südbahnhof“ steht an
                      der Endstation Schwanheim. An der Front hängen ein Kranz und ein Schild
                      „Letzte Fahrt der Linie 9“; daneben stehen zwei Männer.
Und die Endstation, die blieb: Abschied vom letzten Zug der Linie 9. Schwanheim · 26. Mai 1978

Wo wir uns treffen

Der Vereinsraum

Unser Vereinsraum liegt im Hof des Kobelt-Hauses, zwischen dem Heimatmuseum und der Gaststätte „Seppche“. Die Aufnahme von 1980 zeigt den Eingang, geschmückt zur 1100-Jahr-Feier Schwanheims. Zu diesem Anlass veranstalteten wir eine Eisenbahnausstellung; ein Plakat warb für eine Sonderfahrt mit der letzten Diesellok V 36 in den Odenwald.

Vor einer Sandsteinwand hängt eine Fahne mit dem Schwanheimer Wappen, dem
                      weißen Schwan auf rotem Grund. Daneben sitzt ein junger Mann an einem
                      Tisch mit Unterlagen, dahinter Aushänge mit der Aufschrift
                      „SONDER-FAHRT“ und „1100“.
Wo hier der Schwan schwimmt, hängt heute als Wegweiser das restaurierte Stationsschild des alten Schwanheimer Bahnhofs. Alt Schwanheim · 1980
Ein emailliertes Stationsschild mit der Aufschrift „Frankfurt-Schwanheim“
                      in Frakturschrift, angebracht an einer Fachwerkwand aus Backstein und
                      rotem Sandstein.
Dasselbe Haus, sechsundvierzig Jahre später. Alt Schwanheim · August 2026

Gedrucktes

Das Vereinszeichen

Sie gilt immer noch als das Symbol der Eisenbahn schlechthin – die Dampflok. Unser Vereinszeichen ziert eine kleine, dreifach gekuppelte Nassdampf-Tenderlok. Obwohl schon um 1900 leistungsstärkere Rangierloks aufkamen, fand diese Bauform noch viele Jahrzehnte ihr Auskommen – bei Privatbahnen ebenso wie bei Industriebetrieben, auch in Frankfurt.

Die Frakturschrift stammt aus derselben Zeit. Wir haben sie dem Schwanheimer Stationsschild entlehnt, das im Hof unseres Vereinsraums hängt.

Gedrucktes Vereinszeichen: eine kleine Dampflokomotive im Seitenriss,
                    darüber in Frakturschrift „Schienenverkehrsfreunde Frankfurt (M)-Schwanheim
                    e. V.“
Der Vereinsname steht hier noch ausgeschrieben: „Frankfurt (M)-Schwanheim“, wo wir ihn heute zu „Ffm.“ verkürzen. Archiv SVS

Und heute

Am Wappenbaum

Der Wappenbaum der Schwanheimer Vereine steht an der Ecke Schwanheimer Bahnstraße – die Straße trägt den Namen bis heute, der Bahnhof ist längst verschwunden. Unser Zeichen hängt dort links außen, und der Baum steht so nah an der Endstation, dass er sich in den Scheiben der Straßenbahn spiegelt. Und unser Schaukasten in der Schwarzbachstraße kommt seit jeher ganz ohne auffälliges Logo aus.

Natürlich hat auch bei uns die Moderne Einzug gehalten, bis hin zu den Schrifttypen. Schließlich ist es der Kontrast von Altem und Neuem, der die Beschäftigung mit der Eisenbahn spannend hält.

In der Scheibe einer Straßenbahn spiegeln sich der Wappenbaum der
                      Schwanheimer Vereine und das Haltestellenschild „Rheinlandstraße“ mit den
                      Linien 12 und 19; die Schrift erscheint dadurch seitenverkehrt.
Der Wappenbaum, gespiegelt in einer Straßenbahn an der Endstation Rheinlandstraße. Schwanheim · August 2026
Ein weißes Emailschild am Mast des Wappenbaums vor blauem Himmel: die
                      Dampflok des Vereinszeichens, darüber in Frakturschrift
                      „Schienenverkehrsfreunde Frankfurt (M)-Schwanheim e. V.“ Daneben das
                      Schild des Tennisclubs Schwanheim.
Dieselbe Lok, dieselbe Schrift – nur eben in Email statt auf Papier. Ecke Schwanheimer Bahnstraße · August 2026

Vereinsgeschichte

Der Diaprojektor

Im Jahr 1998 ging der Diaprojektor des Vereins kaputt. Leere Kassen waren auch damals schon ein Thema. Also warb die Vereinszeitung – die „Mitglieder-Information“, kurz „MI“ – mit einem Cartoon bei den Mitgliedern um Spenden für ein Ersatzgerät.

Ein Diaprojektor gehört bis heute zur Grundausstattung unserer Vereinsabende, inzwischen ergänzt um Beamer und DVD-Player. Wer selbst etwas zeigen möchte, findet bei uns also alles vor.

Gezeichneter Cartoon in zwei Feldern. Oben sitzen zwei Vereinsmitglieder
                    nebeneinander, eines hält ein kleines Diabetrachtungsgerät hoch;
                    Sprechblasen: „Du meinst, wir haben bald genug Spenden für den neuen
                    Diaprojektor?“ – „Ganz sicher!“ Unten strampeln drei Mitglieder auf
                    Fahrrädern, die über Kabel einen Projektor mit Strom versorgen, während
                    ein vierter gemütlich sitzend zusieht.
Der Spendenaufruf in der Vereinszeitung – und die Vorstellung davon, wie der Strom künftig erzeugt werden könnte. Zeichnung: Andreas Illert · Mitglieder-Information 4/1998
Bei Nacht rangiert eine Dampfspeicherlokomotive eine Wagenreihe an einer hell
                  beleuchteten Umschlaganlage am Wasser. Im Hintergrund Kräne, ein Frachtschiff
                  und eine beleuchtete Bogenbrücke, deren Lichter sich im Fluss spiegeln.
Faszination Dampf. Bis heute unterhält das Großkraftwerk Mannheim Dampfspeicherloks. Am späten Abend des 10. März 2016 rangiert Lok 3 einen Ganzzug in die Entladeanlage. Mannheim-Rheinau · 10. März 2016